1954: Helden von Bern als Weihnachtsgeschenk

 

1954  Das FC-Weihnachtsgeschenk

Eine absolute Rarität befindet sich im Fotoalbum des langjährigen FC-Aktiven Helmuth Hümmer und zwar eine Fotografie mit den Unterschriften der Weltmeistermannschaft von 1954 sowie ihres Trainers Sepp Herberger.
Die Firma adidas warb seinerzeit damit, dass alle Nationalspieler Fußballstiefel, heute würde man sagen Fußballschuhe, aus ihrem Haus trugen. Die Karte war an Weihnachten 1954 den Spielern des FC Gerolzhofen von der Firma Ludwig Bauer „als Andenken“ gewidmet worden. In dem einstigen Lebensmittelgeschäft in der Schuhstraße wurden früher bekanntlich auch adidas- und Puma-Schuhe verkauft.

Ludwig Bauer, seines Zeichens dienstältester Schiedsrichter-Lehrwart im Deutschen Fußball-Bund (DFB), wohnt heute in Gerbrunn. 1967 wurde er als Jüngster seiner Zunft zum Lehrwart der Schiedsrichtergruppe Gerolzhofen berufen und hat bis heute über 500 Schiedsrichter ausgebildet. Er gehört seit 1957 dem FC Gerolzhofen an: Seit 1964 pfeift er für den FC.

Sein Vater Willi war Platzkassier beim FC GEO, zuerst am Säusee, dem alten Fußballplatz an der Dingolshäuser Straße, auf dem heute das Hallenbad steht (die Schuhstraße ist ja nicht weit entfernt), dann im Steigerwaldstadion zusammen mit Leonhard Rothenanger (Hauptkassier).
Ludwig Bauer erinnert sich: „Wir hatten das erste Sportgeschäft in Gerolzhofen und mein Spitzname zu meiner Schulzeit war ‚adidas-Puma‘. Für meinen Vater gab es an Donnerstagen nur eines, nämlich den Gang zu Fuß ins Steigerwaldstadion zur Spielerversammlung. Er war auch einige Jahre im Spielausschuss tätig. Da mein Vater nach dem Spiel immer die Spesen an den Schiedsrichter auszahlte, bekam ich bald Kontakt zu den Schiedsrichtern, um schließlich selbst einer zu werden“.

Zurück zum Bild der Weltmeistermannschaft von 1954. Es zeigt (von links): Fritz Walter, Toni Turek, Horst Eckel, Helmut Rahn, Ottmar Walter, Werner Liebrich, Jupp Posipal, Hans Schäfer, Werner Kohlmeyer, Karl Mai und Max Morlock. Rechts unten ist das Autogramm von Sepp Herberger zu sehen.


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