Geschichte

Eine absolute Rarität: Das Bild der Gründungsmannschaft des FC Gerolzhofen aus
dem Jahr 1917. Im Bild hinten von links: Josef Orth, Otto Schnitzlein, Josef Ach,
Josef Rosentritt, Valentin Berthold, Josef Roth, Josef Wagenhäuser, Hans Wedler.
Vorne von links: Josef Förster, Alfons Winkelmann und Ludwig Dittmeier.

nnn
1917
Gründung des FC Gerolzhofen
Mutig! Es ist Erster Weltkrieg und dennoch gründet eine Handvoll junger Männer unter Führung von Spenglermeister Matthäus Schmitt den FC 1917. Kurz darauf wird noch der größte Teil der Spieler zu den Waffen gerufen.
Die ersten „Fußballplätze“, auf denen die Rückkehrer spielen: Der „Säusee“ am heutigen „Geomaris“ (Weidenbüsche und ein Birnbaum stehen im Weg), die Dörfleinsweise am Wehr, der Burkhardsacker an den Torweinbergen (heute Stadthalle) und der Flecksacker am BayWa-Lagerhaus (Bahnhof).
Der erste „Mannschaftsbus“ um 1920: Ein von Pferden gezogener luftbereifter Wagen. Ein Auswärtsspiel bedeutet eine Tagesreise.
nnn
1922
Der erste richtige Sportplatz
Im Sommer 1922 wird der erste ofizielle Sportplatz an der Dingolshäuser Straße (heute Geomaris) auf dem ehemaligen „Säusee“ eingeweiht. Eine schöne und für die damaligen Verhältnisse ideale Sportanlage. Das Bild stammt von dem Spiel am 22. Januar 1950 gegen Bayern Kitzingen. Endstand 3:2 für GEO (Torschützen: Hartmann, Oppelt, Nüßlein).
nnnnnn
n1929n
Gute Zeiten – schlechte Zeiten
Die gute Nachricht: Nach der Meisterschaft im Spieljahr 1923/24 in der C-Klasse folgt in der Saison 1928/29 die in der B-Klasse. Von der Mannschaft ist nachfolgendes Bild erhalten. Es zeigt (von links): Eirich, A. Wachtel, Götz, Kundmüller, Zänglein, Weigand, Christel, Rothenanger, Herrmann, Eger, Frey, Börtlein, Förster, Schlerf, 1. Vorsitzenden Drechsler und Josef Nüßlein.
Die schlechte Nachricht: Die Wirtschaftskrise in den Jahren von 1929 bis 1931, verbunden mit Arbeitslosigkeit und allgemeinem Geldmangel, macht auch vor dem FC Gerolzhofen nicht halt. Die Verbandsbeiträge und die Fahrten zu den Auswärtsspielen können gerade noch so beglichen werden.
nnn
1933
Die Gleichschaltung
Nachdem es ab 1931 mit dem FC GEO vor allem finanziell und gesellschaftlich wieder aufwärts gegangen ist, bringt das Jahr 1933 die sogenannte Gleichschaltung der Vereine durch das Hitler-Regime. Die nationalen Verbände ziehen das Geschehen auf dem Lande an sich. Nur noch ein Sportverein pro Ort, im Gerolzhöfer Fall, der Turnverein, erhalten die Zulassung. Wichtige Spieler wechseln daraufhin zu höherklassigen Vereinen oder verlassen den FC Gerolzhofen aus beruflichen Gründen.
nnn
1935
Das Aus für den FC Gerolzhofen
Der Spielbetrieb muss in diesem Jahr aufgrund des personellen „Aderlasses“ ganz eingestellt werden.
nnn
1938
Fußball kehrt für kurze Zeit zurück
Über drei Jahre dauert es, bis die Fußballer am 26. Juni 1938 als Fußballabteilung des Turnvereins eine neue Heimat finden und wieder offiziell um Punkte kämpfen können. Es gelingt, eine 1. Mannschaft und eine Jugendmannschaft zu melden. Doch es soll nicht lange dauern, ehe der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wieder die Ausübung des Fußballsports beeinträchtigt und der „totale Krieg“ den geregelten Spielbetrieb endgültig unterbindet.
nnn
1945
Der Fußball kehrt abermals zurück
Unter Missachtung der von der Militärregierung ausgesprochenen Verbote macht sich der ehemalige, schwer kriegsversehrte Spieler Andreas Radler (Foto) daran, aus Jugend, heimgekehrten Soldaten und Spielern, die es durch Vertreibung und andere Kriegs-Gründe nach Gerolzhofen verschlagen hat, eine schlagkräftige Elf zu bilden. Erster Trainer in der Nachkriegszeit ist der Schweinfurter Ex-Nationalspieler Andreas „Ander“ Kupfer. Gleich im ersten Spieljahr 1945/46 wird der FC Gerolzhofen in seiner Gruppe Meister und steigt in die damalige Bezirksliga auf.
nnn
1946
Die Wiedergründung des FC 1917
Da der Turnverein noch nicht die nötige Zulassung der Militärregierung erhalten hat, also ein Fortbestand der TV-Fußballabteilung nicht möglich ist, kommt es am 1. Mai 1946 zur Wiedergründung des FC 1917 Gerolzhofen. Bezeichnend für die damalige Zeit: Benzin und Reifen gibt es nur gegen Bezugsschein. So ist eine Brotzeit mehr wert als mancher Geldschein. Auf der Fahrt zum Spiel gegen Würzburg 04 geht den Reifen des aufgetriebenen Fahrzeugs die Luft aus. Im Laufschritt erreicht die Mannschaft den Platz an der Frankfurter Straße, wenn auch mit Verspätung. Aber das „Warmmachen“ zahlt sich aus: GEO gewinnt 1:0.
nnn
1954
Umzug an die Schallfelder Straße
Am 29. Mai 1954 nehmen US-Pioniere mit ihrem Gerät die umfangreichen Erdbewegungen auf dem ehemaligen städtischen Schuttplatz an der Schallfelder Straße zum Bau des von der Stadt bereitgestellten neuen, drei Hektar großen FC-Geländes in Angriff.
nnn
1957
Das „Steigerwaldstadion“
Nach dreijähriger Bauzeit wird am 10. August 1957 die neue Sportanlage inklusive neuem Sportheim (siehe Foto) ihrer Bestimmung übergeben. Die Geburtsstunde des „Steigerwaldstadions“ (Mehr unter FC-History special). Zugleich wird die sogenannte 3. Mannschaft  gegründet.
1958
So präsentiert sich der Blick 1958 über das neue Stadion auf
den Arlesgarten. Das Bild stammt von Hermann Schmitt (+).
nnnnnn
n1967n
50-Jahrfeier des FC GEO
Vom 11. bis 29. Juni 1967 feiert der FC Gerolzhofen sein
50-jähriges Bestehen (das Bild zeigt das Titelblatt der Festschrift).
Sportlicher Höhepunkt ist das Spiel der 1. Mannschaft
gegen
die Amateure des TSV 1860 München.
nnn
1972
Sechs Jahre Landesliga
Als Aufsteiger sichert sich der FC Gerolzhofen in der Saison 1972/73 die Meisterschaft in der Bezirksliga Ost. Sechs Jahre lang hält sich die Mannschaft in der Landesliga. In der Saison 1978/1979 fast Meister geworden, steigt die Elf 1979 wieder ab.
nnn
1976
Alle guten Plätze sind drei
Es entsteht das dritte Spielfeld oberhalb der Plätze 1 und 2.
nnn
1979
1. Bauabschnitt fertig
Am 30. November 1979 wird der 1. Bauabschnitt des neuen Stadiongebäudes mit der neuen Tribüne sowie den neuen Kabinen und Technikräumen nach einjähriger Bauzeit eingeweiht.
nnnnnn
n1982n
„Luggi“ Müller als Retter in der Not
Mit Ludwig „Luggi“ Müller übernimmt abermals ein ehemaliger deutscher Nationalspieler das Training der 1. Mannschaft und verhindert im Jubiläumsjahr den Abstieg. Im Rahmen einer Festwoche kann der FC das 65-Jährige Bestehen und die Einweihung des 2. Bauabschnittes mit der neuen Gaststätte, der Pächterwohnung, der erweiterten Tribüne sowie zusätzlichen Umkleide- und Duschräumen feiern.
nnn
1987
FC begibt sich aufs Glatteis 
Der FC begibt sich aufs Glatteis, in dem er eine offizielle Eisstockschützen-Abteilung gründet. Der Bau der dem Stadiongebäude vorgelagerten, asphaltierten Multifunktions-Fläche durch die Stadt im Jahr 1986 ermöglicht die Ausübung dieser Sportart in Gerolzhofen. Im Jahr 2004 stellt die Abteilung ihren Spielbetrieb aufgrund fehlenden Nachwuchses wieder ein. Für interessierte Stockschützen steht die Bahn das ganze Jahr weiter zur Verfügung.
nnn
1991
FC-Fanclub haut auf die Pauke
Gründung des FC-Fanclubs, der seit dieser Zeit kräftig auf die Pauke haut, um unsere 1. Mannschaft lautstark zu unterstützen.
nnnnnn
n2000n
Auf und Ab zur Jahrtausendwende
In der Saison 1995/96 Meister in der Bezirksliga geworden, schafft der frischgebackene Bezirksoberligist 1998 über die Relegation den Aufstieg in die Landesliga. Dem Höhenflug folgte allerdings die Talfahrt: Bereits 1999 wieder Abstieg aus der Landesliga, ein Jahr später aufgrund des personellen Aderlasses auch Abstieg aus der Bezirksoberliga. In der Saison 2000/2001 wieder bis zum letzten Tag der Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga!
Dank einer sensationellen Rückrunde konnte jedoch der dritte Abstieg in Folge im Relegationsspiel gegen Gänheim noch von der blutjungen Mannschaft verhindert werden. Eine Saison nichts für schwache Nerven nimmt damit doch noch ein gutes Ende.
2003
Schon wieder eine Zitterpartie
Wer nach dem vierten Platz in der Saison 2001/2002 dachte, nun führt der Weg nach oben, sieht sich getäuscht. Die Geschichte wiederholt sich innerhalb kürzester Zeit. In der Saison 2002/2003 muss wieder bis übers Saisonende hinaus um den Klassenerhalt der 1. Mannschaft gezittert werden. Erst der sensationell hohe 7:0-Sieg im Entscheidungsspiel um den Relegationsplatz gegen Kleinrinderfeld (vier Tore von Youngster „Super“-Sascha Günther) machen den Ligaerhalt und damit auch den Aufstieg der 2. Mannschaft in die Kreisliga klar. Beim Abstieg der 1. Mannschaft hätte sie nicht aufsteigen dürfen, weil beide dann in der gleichen Gruppe gespielt hätten.
2005
Platzsanierung
Im Jahr 2005 findet die Sanierung der Plätze 2 und 3 ihren Abschluss.
2006
Große Turniere im Steigerwaldstadion
Große Aufmerksamkeit ziehen im Jahr 2006 zum einen die Ausrichtung der Bayern 1 Mini-WM sowie des internationalen Jugendturniers um den von Bürgermeister Hartmut Bräuer gestifteten Partnerschaftscup mit Mannschaften der Gerolzhöfer Partnerstädte in Frankreich, Italien, Ungarn und Polen durch den FC Gerolzhofen im Steigerwaldstadion auf sich.
nnn
2007
Eine Fußball-Legende wird 90
Der FC Gerolzhofen feiert in diesem Jahr sein 90-Jähriges Bestehen.
 2017 Eine Fussball-Legende wird 100

Autor: Norbert Vollmann


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

^